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Karl Platt (Rocky Mountain)


Birgit Jüngst (Merida)


Karl Platt


Bei der Hausarbeit


Festival Gelände


Karl Platt


Birgit Jüngst


Festival Gelände


Das passende Outfit für den Marathon

Bike2b-Redaktion am 29.03.2005 - 13:30 Uhr
"Marathon-Rennen dauern lange. Wenn der Körper noch zusätzlich wärmen muss, verbraucht man mehr Kalorien als gedacht und ist schneller schlapp", weiß Radprofi Karl Platt aus eigener Erfahrung. Beim Bike-Outfit sollte man also auf keinen Fall experimentieren. Zu dünne oder zu dicke Kleidung, die zudem auch noch zwickt oder rutscht, kann lange Strecken zur Tortur werden lassen.

Outfit für die Beine
Bei der Bikeshorts muss das Polster direkt auf der Haut sitzen, damit es seinen Zweck erfüllt. Die antibakteriellen Kunstfasern schützen besonders vor einem wunden Gesäß. Selbstverständlich muss sie, um diese Eigenschaft zu behalten, nach jedem Gebrauch gründlich gewaschen werden. Wer extrem empfindliche Haut hat, für den gibt es spezielle Gesäßcremes, die Entzündungen und wunde Stellen verhindern. Für Frauen gibt es spezielle Bike-Shorts, deren Form auf die weibliche Figur abgestimmt ist. Da die meisten Biker kurze Hosen bevorzugen, gibt es zusätzliche Beinlinge. Die sind besonders beim langen Marathon von großem Vorteil, da man je nach Wetter aus der kurzen Hose schnell eine wärmende lange machen kann und umgekehrt. Sie dürfen aber keinesfalls rutschen oder in der Kniekehle Falten bilden und kneifen. Sie müssen sich vor allem auch leicht über den Bike-Schuh ziehen lassen. Beinlinge mit Reißverschluss sind besonders praktisch. Die Profis reiben ihre Beine mit Muskelöl ein, um Kälte und Nässe abzuwehren und die Muskeln warm zu halten.

Funktions-Hemd und Trikot
Das Funktions-Unterhemd ist ein Muss, da nur über dessen Microfasern der Schweiß durch das Trikot vom Körper weg transportiert werden kann. Bei wärmeren Temperaturen eignet sich ein Netzträgerhemd, an kalten Tagen eher dicke Halbarm-Hemden. Funktions-Unterhemden mit integriertem Windstopper im Brustbereich machen eine Windweste überflüssig. Dann erst kommt das Trikot am besten ein Kurzarm-Trikot mit langem Reißverschluss, da mit ihm die Temperatur leichter regulierbar ist. Während der kälteren Morgenstunden zieht man sich am besten Armlinge über. Bei deren Kauf sollte das Gleiche beachtet werden, wie bei den Beinlingen. Je nachdem, wie die Wettervorhersage aussieht, sollte eine windabweisende Regenjacke in die Trikot-Tasche gesteckt werden.

Passender Kopfschutz als Muss
Für alle modebewussten Biker gibt es eine riesige Auswahl an Helmen, die nicht nur perfekt schützen, sondern bei denen auch die Optik stimmt. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Helm mit einem CE-Prüfsiegel versehen und damit den Sicherheitsanforderungen der europäischen EN-Norm gerecht wird. Einige Helme haben auch das amerikanische CPSC-Prüfsiegel, das an das europäische Standards angelehnt ist. Der richtige Helm sollte eine gute Belüftung aufweisen, komfortabel sitzen - nicht schon nach fünf Minuten im Laden drücken - und individuelle Anpassungs-Systeme besitzen. Ein letzter Punkt, den es zu beachten gilt: Für das Bike-Training im Frühjahr oder Herbst muss unter den Helm noch ein Tuch oder eine Mütze passen.

Den Durchblick behalten – die richtige Brille
Die optimale Bike-Brille sollte verschiedene äußere Einflüsse abwehren: Zunächst sollte sie UV-A-und UV-B-Strahlen filtern. Dazu am besten auf das CE-Siegel achten. Weiter soll die Brille das Auge vor Fahrtwind sowie Staub- und Dreckpartikeln schützen. Wenn sie dann noch einen Sturz überlebt, ohne zu zersplittern und zu verkratzen, erfüllt sie alle wichtigen Anforderungen. Die Tönung der Gläser sollte nicht zu dunkel sein, um auch in dunkleren Waldpassagen noch richtig sehen zu könen.

Das passende Schuhwerk
Bei den Schuhen kann man nicht allzu viel falsch machen. Mittlerweile hat sich die Kombination von Nylon-Mesh und Leder bei fast allen Modellen durchgesetzt. Die Lederapplikationen machen den Schuh robust, während das Nylonnetz den Fuß vor Überhitzen schützt. Eine steife Fersenkappe aus Plastik verhindert das Ausweichen des Fußes und schützt vor der starken Beanspruchung in diesem Bereich. Für die Langstrecke Marathon sollte die Sohle jedoch nicht zu steif sein und ein flacheres Profil haben, damit Gehkomfort gegeben ist. Denn bestimmt wird man sein Bike am Berg auch mal schieben müssen. Bike-Schuhe sollten ruhig drei Klettverschlüsse haben oder sogar mit einer Schnürung kombiniert sein, denn mehr Verschluss-Teile bieten auch mehr Möglichkeiten beim Anpassen. Pedal-Bindungs-Systeme in unterschiedlichen Preisklassen sorgen für optimale Kraftübertragung auf die Pedale und geben Halt.

Handschuhe
Um auch auf Dauer einen guten Griff und Halt zu haben, sollten Handschuhe nicht fehlen. Je nach Jahreszeit sollten spezielle Bike-Handschuhe gewählt weden.

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Teil 1 des Marathon Spezials
Marathon leicht gemacht - Einleitung
 

Teil 2 des Marathon Spezials
Marathon leicht gemacht - Richtiges Training