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Thymian
die Arzneipflanze des Jahres 2006*




Der Thymian (Thymus vulgaris) ist eine der wertvollsten Heilkräuter bei Erkältungskrankheiten, vor allem bei Husten. Dies war schon den griechischen Ärzten der Antike bekannt, die „Thymos“ bei Erkrankungen der Atemwege einsetzten.

Auch heute wird Thymian aufgrund seiner auswurffördernden und krampflösenden Eigenschaften als Hustenmittel eingesetzt. Extrakte aus Thymiankraut lindern den Hustenreiz und beschleunigen den Abtransport des Schleims. Unterstützend werden Thymianpräparate auch bei Keuchhusten und Asthma gegeben.

Aufgrund seiner durchblutungsfördernden, antibakteriellen und desodorierenden Wirkung wird Thymian bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes als Gurgelmittel verwendet.

Der Name Thymian leitet sich von griechisch „thymiama“ her, zu deutsch Räucherwerk. So nannte man auch den Weihrauch, der in den Tempeln den Göttern dargebracht wurde. Der Name ist also eine Anspielung auf das intensiv duftende ätherische Öl des Krauts. In der französischen Küche darf der „thym“ nicht fehlen und als Verbindung von Genuss- und Arzneimittel finden sich Thymianextrakte in vielen Kräuter- und Bitterlikören.

Bei den Rittern stand der Thymian als Symbol für Mut und Kraft: die Hofdamen steckten ihren Favoriten vor einem Turnier ein Thymian-Sträußchen an die Rüstung, denn das griechische Wort „Thymos“ bedeutet eben „Mut“ und „Kraft“.



* gekürt vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg


bei Erkältungskrankheiten der Atemwege

bei akuter Bronchitis

schleimlösend

antibakteriell


 Dr. Markus Schäfer